Begleite uns, Julia und Simon, auf unserer Reise im selbst ausgebauten Campervan – von Argentinien bis Alaska! 🚐💨 In unseren wöchentlichen Blogbeiträgen nehmen wir dich hautnah mit: Von spektakulären Landschaften über authentische Begegnungen bis hin zu wertvollen Tipps für dein eigenes Abenteuer.
Entdecke nicht nur spannende Geschichten, sondern auch allerlei praktische Infos zur Reisevorbereitung, traumhafte Campingplätze und alles, was du über Vanlife wissen musst. Tauche ein in unsere bisherigen Reiseziele oder lass dich von unseren Länderinfos inspirieren, um deine eigene Route zu planen.
Schau dich um, stöbere durch die Blogbeiträge und lass dich begeistern! Wer weiß – vielleicht packst du schon bald selbst die Koffer? ✈️
Der Grenzübertritt markiert oft mehr als nur einen Länderwechsel. Für uns bedeutete Tecate den Übergang von Ordnung zu Leben, von Struktur zu Chaos – im besten Sinne. Nach acht Monaten in den USA und Kanada fühlte sich Mexiko vom ersten Moment an wieder vertraut an. Ein bisschen unordentlicher, ein bisschen lauter, ein bisschen schmutziger. Aber vor allem: echter.
Entspannter Grenzübertritt bei Tecate
Ganz bewusst entschieden wir uns gegen die große Grenze in Tijuana und für den kleinen Übergang bei Tecate – eine Entscheidung, die sich sofort bezahlt machte. Als wir ankamen, war schlichtweg nichts los. Kein Stau, kein Stress, keine Hektik. Die Grenzbeamten waren freundlich, entspannt und gut gelaunt. Eine Heckkiste mussten wir öffnen, die zweite interessierte schon niemanden mehr. Ein kurzer Blick in den Innenraum – das war’s.
Ohne dass wir danach gefragt hätten, genehmigte man uns direkt sechs Monate Aufenthalt. Dazu gab es noch ein paar hilfreiche Tipps: ein längeres Stück ohne Tankstellen, besser vorher noch einmal volltanken. Kein erhobener Zeigefinger, sondern ehrliche Hilfsbereitschaft. Willkommen zurück in Mexiko. 💚🤍❤️
Erste Nacht zwischen Weinreben
Unsere erste Nacht verbrachten wir auf dem Weingut L.A. Cetto, mitten im Valle de Guadalupe. Umgeben von Weinbergen, ruhig, idyllisch und völlig unkompliziert. Das Stehen ist kostenfrei, eine Flasche Wein zu kaufen gern gesehen – aber kein Muss. Für uns der perfekte Einstieg: langsam ankommen, durchatmen, genießen.
Ensenada & Delfine zur Begrüßung
In Ensenada füllten wir unsere Vorräte auf und steuerten anschließend einen Stadtstrand-Campingplatz an. Kaum angekommen, wurden wir direkt belohnt: Delfine zogen ihre Bahnen im Wasser. Ein dieser kleinen Momente, die man nicht planen kann – die aber für immer hängen bleiben.
Entschleunigung bei Cielito Lindo
Weiter südlich fanden wir mit dem Cielito Lindo einen Ort, der genau das bot, wonach wir gesucht hatten: Weite, Ruhe und Zeit. Ein wunderschöner Strand, weite Dünen, spektakuläre Sonnenuntergänge. Ideal zum Spazierengehen, zum Abschalten, zum Ankommen. Fünf Tage blieben wir hier – ganz bewusst. Die Baja wollten wir langsam angehen, die letzten intensiven Wochen hinter uns lassen und der Reise Raum geben.
Valle de los Cirios – Riesen der Wüste
Dann ging es ins Valle de los Cirios, eine der faszinierendsten Wüstenlandschaften der Baja California. Hier wachsen einige der größten Kakteen der Welt, darunter die bis zu 20 Meter hohen Cardón-Kakteen, die nur auf der Baja vorkommen. Das Gebiet steht unter Naturschutz und wirkt fast außerirdisch: karge Ebenen, bizarre Pflanzenformen und eine unglaubliche Stille. 🌵
Hier trafen wir Chris alias chriscrossglobalswiss aus der Schweiz, unterwegs im Land Rover Defender mit seinem querschnittsgelähmten Dackel Hunter, der mit Rollstuhl putzmunter die Wüste erkundete. Ein wirklich herzerwärmender Anblick. Wir verbrachten einen ganzen Tag zusammen, tauschten Geschichten aus und genossen abends einen Sternenhimmel, wie wir ihn zuletzt in Chile oder Bolivien gesehen hatten. Klar, kalt, überwältigend. Leider war dies aber auch der Ort, an dem wir uns Maus Nummer drei einfingen…
San Ignacio – Oase mit Schattenseiten
Von der Wüste fuhren wir weiter nach San Ignacio, einer grünen Oase mitten auf der Baja. Die Dattelpalmen gehen auf die Jesuiten zurück, die hier im 18. Jahrhundert eine Mission gründeten und ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem anlegten. Der Ort liegt eingebettet zwischen Palmenhainen und Vulkanbergen und wirkt wie ein kleines Wunder in der kargen Einöde.
Wir checkten auf einem wunderschönen Campingplatz unter Palmen ein – mit Blick auf einen von Kakteen übersäten Bergrücken.
Doch die Idylle bekam schnell einen Riss: Simon verlor eine Plombe und bekam nachts starke Zahnschmerzen. San Ignacio selbst ist winzig – ohne Zahnarzt. Also organisierte ich kurzerhand einen Notfalltermin in Santa Rosalía, rund 80 Kilometer entfernt.
Zahnarztbesuch in Santa Rosalía
Um neun Uhr morgens rief ich bei einer Zahnärztin an – um zwölf Uhr konnten wir kommen. Sie schob uns notfallmäßig dazwischen. Die Behandlung war professionell, ruhig und vor allem: schmerzfrei. Der entzündete Nerv wurde behandelt, das Loch mit einem Provisorium geschlossen. Schnell war jedoch klar: Eine Krone wird nötig sein – gefertigt allerdings nur in Tijuana. Vier Wochen Zahnarzt-Odyssee, die unsere Reisepläne komplett verändern sollte.
Besonders spannend war zu sehen, wie dort gearbeitet wurde: keine Assistentin, kein Computer, Termine handschriftlich in einem dicken Notizbuch. Die Zahnärztin wechselte selbst die Bohrer, saugte den Speichel ab und blieb sogar beim Röntgen im Raum. Eine völlig andere Welt – und trotzdem fühlten wir uns sehr gut aufgehoben.
Am Abend parkten wir an der Marina von Santa Rosalía und trafen dort auf Thibaut: einen jungen Franzosen, der uns ein großes Stück selbst gefangene Seezunge schenkte. Simon ging es nach dem Zahnarzt erstaunlich gut – sogar gut genug, um selbst noch angeln zu gehen und ebenfalls einen Fisch zu fangen.
Simon Hamsterbacke aber wohlauf & schmerzfrei
Weihnachten unter Vanlifern
Die große Frage war nun: weiter nach Süden oder zurück nach San Ignacio und von dort aus später erneut nach Santa Rosalía? Wir entschieden uns fürs Umdrehen. Und wie es der Zufall wollte, trafen wir auf dem Campingplatz Ralph Lehbek, den wir Monate zuvor schon in Kanada getroffen hatten.
Zu Weihnachten wuchs die Runde weiter an und zwar um:
Und natürlich unsere Wenigkeit – Simon & Julia aka siju_campervan aus Malsch bei Karlsruhe 😉
Gemeinsam gingen wir an Heiligabend essen – einfach, entspannt, genau richtig. Kochen für so viele wäre spontan kaum machbar gewesen. Eine dieser Begegnungen, die Vanlife so besonders macht. 🚐✨
Nach insgesamt acht Tagen wechselten wir den Platz und zogen für zwei Nächte direkt an die Lagune San Ignacio. Mit Kajaks paddelten wir durch die Lagune, beobachteten unzählige Vögel und genossen die Ruhe.
Santa Rosalía, Eiffel & zweite Zahnarztrunde
Am 29.12.25 fuhren wir erneut nach Santa Rosalía zum Zahnarzt. Der Nerv war ruhig, alles sah gut aus. Das Provisorium wurde erneuert, am nächsten Tag der Abdruck für die Krone genommen. Dieses Mal schauten wir uns auch die Iglesia Santa Bárbara an – ein wirklich außergewöhnliches Bauwerk. Die Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Gustave Eiffel entworfen und ursprünglich für eine Weltausstellung gefertigt. Später wurde sie zerlegt, per Schiff nach Mexiko gebracht und hier wieder aufgebaut – ein kurioses Stück europäischer Industriegeschichte mitten auf der Baja.
Jahreswechsel an der Bahía Concepción
Von Santa Rosalía aus ging es weiter zur Bahía Concepción, genauer gesagt zur wunderschönen Playa El Requesón.
Und wieder trafen wir – fast unwirklich – genau die gleiche Truppe wie an Weihnachten: 🤩
Tom & Caro, Karin & Claus, Stephan & Tanja, Ralph sowie obendrein Philipp & Regula aus der Schweiz (ebenfalls im Renault Master unterwegs, aber als 4×4 mit Zwillingsreifen).
Silvester wurde gemeinsam gegrillt. Jeder brachte etwas mit: Fisch, Fleisch, Garnelen, Salate. Dazu ruhiges Wasser, perfekte Bedingungen fürs Stand-Up-Paddling und drei sehr entspannte Tage.
Und dann: Drohnencrash Nummer zwei. Während ich auf dem SUP unterwegs war, flog Simon mit der Drohne hinter mir her. Beim Rückwärtsflug übersah er einen Felsen – kein Sensor, ein kurzer Moment, ein dumpfes Geräusch. Ich paddelte ans Ufer, zog das Board an Land und kletterte barfuß über Felsen und Dornengestrüpp. Tatsächlich fand ich die Drohne unbeschädigt im Gebüsch. Glück im Unglück!
Loreto – U-Turn auf der BajaCalifornia
Nach dem wir alle verabschiedet hatten trafen wir zufällig noch ein belgisches Rentnerpaar wieder, das wir zuletzt 2023 in La Serena, Chile gesehen hatten – unterwegs mit einem riesigen MAN Expeditionsmobil. Welch schöne Überraschung! Die Welt ist manchmal doch erschreckend klein.
Dann ging es auch für uns weiter nach Loreto, unserem vorläufigen Wendepunkt. Ein hübscher, sehr touristischer Ort mit subtropischer Vegetation: Palmen, lange Strände, karge Berge – fast ein bisschen wie Thailand. Direkt vor der Stadt lag bei unserer Ankunft ein großes Kreuzfahrtschiff voller US-amerikanischer Rentner, die für Leben in den Straßen sorgten.
Der von uns angesteuerte Campingplatz war wegen eines Events geschlossen, also parkten wir spontan am Malecón, direkt an der Uferpromenade – mit Meerblick. Nachts etwas Trubel, aber insgesamt ruhig und sicher. Loreto wirkt entspannt, aufgeräumt und stark geprägt vom Tourismus.
Und auch geschichtlich ist Loreto besonders: 1697 landete hier der Jesuitenpater Juan María de Salvatierra und gründete die erste Mission der Baja California. Von hier aus begann die Kolonialisierung der Halbinsel. Heute liegt mit dem Parque Nacional Bahía de Loreto einer der wenigen Nationalparks Mexikos direkt vor der Haustür – ein Grund, warum sich hier viele US-Amerikaner dauerhaft niedergelassen haben.
Wir erkundeten die Stadt zu Fuß, aßen hervorragende Tacos – und mussten uns eingestehen: Wahrscheinlich werden wir nicht weiter nach Süden fahren. Mitte Januar steht der nächste Zahnarzttermin an. La Paz und Todos Santos müssen warten. Mit einem weinenden Auge – aber auch mit ganz viel Dankbarkeit. Denn am Ende ging ja mal wieder alles gut. 🍀
Wie unsere Baja-California-Reise weitergeht erfahrt ihr im nächsten Beitrag – in Teil 2.
Bis dahin schaut gerne auf unserem YouTube-Kanal vorbei – dort seht ihr all das nämlich in bewegten Bildern.
Unsere vorerst letzte Etappe in den USA führte uns noch einmal entlang der kalifornischen Küste – ohne großes Programm und ohne To-do-Liste. Nach neun Monaten in den USA und Kanada merkten wir deutlich: Wir waren angekommen im Abschiedsmodus. 👋
Huntington Beach – Surf City USA
Unser erster Stopp war Huntington Beach. Ein sehr schicker, gepflegter und gleichzeitig unglaublich entspannter Ort. Viel unternommen haben wir hier ehrlich gesagt nicht – wir kamen erst am Nachmittag an und ließen den Ort einfach auf uns wirken.
Wir spazierten am endlos wirkenden Strand entlang, schauten den Volleyballern beim Spielen zu und beobachteten die Angler auf dem Huntington Beach Pier – dem Wahrzeichen der Stadt. Genau hier lassen sich auch die Surfer am besten beobachten – kein Wunder, denn Huntington Beach gilt als Geburtsort des Neoprenanzugs. Wellenreiten ist hier Sport Nummer eins denn nicht umsonst trägt die Stadt stolz den Titel „Surf City USA“.
Entlang der Main Street, die direkt vom Pier ins Zentrum führt, reihen sich Läden, Cafés und Restaurants aneinander. Hier befindet sich auch der Surfing Walk of Fame, mit Gedenkplatten für legendäre Surfer. Wer tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, findet in der Olive Avenue das International Surfing Museum.
👉 Gut zu wissen:
Huntington Beach hat weit mehr zu bieten als Strand und Surfen. Im Huntington Central Park kann man reiten oder wandern, entlang der Küste erstreckt sich das Bolsa Chica Ecological Reserve, ein geschütztes Feuchtgebiet mit Wanderwegen. Außerdem gibt es einen durchgehenden Radweg direkt am Meer.
Huntington zählt zu den inspirierendsten Orten im Großraum Los Angeles – ein Highlight jeder Kalifornienreise, nicht zuletzt wegen seiner gelungenen Mischung aus Geschichte, Kultur und entspanntem Küstenleben. 🌴🏄♂️
Laguna Beach – schick, ruhig, vorweihnachtlich
Weiter ging es nach Laguna Beach. Auch hier blieb es bei einem kurzen Stopp. Der Ort wirkte sehr nobel: viele schicke Autos, stilvolle Häuser und überall Palmen, die festlich weihnachtlich beleuchtet waren. Eine ganz eigene, ruhige Atmosphäre – perfekt für eine Übernachtung, aber ohne großes Sightseeing.
Für’s nächste Mal vorgemerkt: San Clemente & Encinitas
Eigentlich wollten wir auch San Clemente und Encinitas besuchen. Beide Orte sollen wunderschön sein und stehen definitiv auf unserer Empfehlungsliste.
Doch in Encinitas fand gerade eine Nikolausveranstaltung statt weshalb die Hölle los und alles komplett zugeparkt war. Wir entschieden uns schweren Herzens, weiterzufahren. Manchmal gewinnt einfach die Vernunft. 🚐💨
Frisch machen vor dem Grenzübertritt
Bevor es ernst wurde mit dem Grenzübertritt nach Mexiko, gönnten wir uns noch einen letzten Luxus: Duschen.
Das Alga Norte Aquatic Center ist ein wirklich großartiges, modernes Outdoor-Schwimmbad:
– sehr gepflegt
– viele Bahnen
– angenehm warmes Wasser
– saubere Duschen
– tolle Außenanlagen
🎟️ Eintritt: 5 USD pro Person
🕗 Öffnungszeiten: 8:00–16:00 Uhr
Perfekt, um sich vor Mexiko noch einmal richtig frisch zu machen.
Ein letzter Burger & ein perfekter Abschied
Natürlich durfte auch er nicht fehlen: unser letzter Burger in den USA – stilecht bei Wendy’s.
Und dann fanden wir ihn: unseren letzten Stellplatz auf US-amerikanischem Boden.
📍 Torrey Pines Gliderport
🧭 Koordinaten: 32.893901, -117.251334
Ein absolut grandioser Ort mit Blick aufs Meer und auf San Diego, Paraglider in der Luft und ein spektakulärer Sonnenuntergang, der uns noch einmal alles fühlen ließ: Dankbarkeit, Wehmut, Vorfreude.
Neun Monate Nordamerika – und jetzt zurück nach Mexiko 🌵
Nach neun Monaten in den USA und Kanada, nach rund 3.000 Kilometern in nur fünf Wochen entlang der US-Westküste (halb so viel wie in drei Monaten Kanada!) heißt es für uns jetzt:
Zurück nach Mexiko – auf die Baja California. 🥳
Wie der Grenzübertritt lief, was uns dort erwartete und warum wir uns riesig auf Mexiko gefreut haben – davon erzählen wir euch im nächsten Beitrag.
Da wir während unseres zweiten House Sits in Los Angeles dringend eine Reise- und Vanlife-Pause brauchten – und weil wir uns gleichzeitig um zwei Hunde kümmern mussten – entschieden wir uns diesmal gegen unsere übliche Art, eine Großstadt zu erkunden. Kein E-Scooter, kein Fahrrad, keine Metro und vor allem kein chaotisches Herumirren von Spot zu Spot.
Stattdessen gönnten wir uns eine ganz klassische Touri-Tour: 24 Stunden Hop-on-Hop-off mit BigBus.
Und ja – allein dieser Satz fühlt sich für uns noch immer etwas surreal an. Aber wenn die Akkus nach über drei Jahren on the road einfach leer sind und gleichzeitig die Dogsitter-Pflichten rufen, dann darf man auch mal die gemütliche Variante wählen.
Ticket-Chaos vom Feinsten – ein guter Start sieht anders aus…
Die Tickets kaufte ich über Groupon, wo es immerhin 10 % Rabatt gab. Regulär kostet das 24-Stunden-Ticket bei BigBus 53 USD pro Person, das 48-Stunden-Ticket knapp 64 USD pro Person.
Klingt fair – wenn die Busse denn länger als von 10 bis 16 Uhr fahren würden…
Im Winter ist das nämlich deren tatsächlicher Zeitrahmen… und damit sind 24 oder gar 48 Stunden ziemlich… optimistisch formuliert.
Und dann wurde es kompliziert:
– Tickets sind „Open Dated“ – theoretisch flexibel
– Es gibt aber ein winziges, leicht zu übersehendes Feld, in dem man ein Datum auswählen muss
– Genau das habe ich NICHT getan
– Ergebnis: Die Bestätigungsmail verkündete fröhlich Tickets für den nächsten Tag
– Zu früh. Viel zu früh. Wir waren da noch gar nicht in Los Angeles
Antwort von Groupon: „Wir können nicht helfen, verschenken Sie das Ticket.“
BigBus per Mail & Chat: „Oh je! Kein Problem, wir buchen das um.“
Zum Glück! 🍀
Nur um dann am Tag vor der Tour in der App von BigBus zufällig zu lesen, dass die Busse an Thanksgiving überhaupt nicht fahren – exakt an DEM Tag, auf den das Ticket nun gelegt war.
Also wieder Kontakt, erneute Umbuchung. Diesmal auf den 28. November.
Ein Chaos. Aber: gelöst. ✅
Los geht’s – irgendwie schon halb im Zeitstress
Um 10 Uhr verließen wir unser Apartment in Marina del Rey.
Die nächste Hop-on Hop-off Haltestelle lag jedoch rund vier Kilometer entfernt, zu weit zum Laufen. Also nahmen wir den öffentlichen Bus – oder besser gesagt: wir wollten den Bus nehmen, denn wir kamen nicht mal dazu, ein Ticket zu kaufen. Der Fahrer winkte uns einfach freundlich rein. 😀
11:00 Uhr: Wir standen endlich am richtigen BigBus-Stopp und stiegen ein. Da war bereits der halbe Tag rum…
Erst die Beach Line (blau), dann die Hollywood Line (rot)
Der blaue Loop führt entlang von:
– Santa Monica Beach
– Santa Monica Pier
– Westwood
– und weiter bis Beverly Hills
Rund 45 Minuten dauert die Fahrt bis zum Umstiegspunkt, wo die rote Linie beginnt.
Und ehrlich: Schon allein dieser Abschnitt ist schön. Man sitzt oben im offenen Doppeldecker, Sonne im Gesicht, der Wind in den Haaren, das Meer glitzert neben einem – es hat schon was.
Gerade, wenn man nicht selbst fahren möchte.
In Beverly Hills wechselten wir auf die rote Linie:
– vorbei an den Paramount Pictures Studios
– entlang des Rodeo Drive
– über den Sunset Strip
– durch West Hollywood
– Richtung Hollywood Boulevard
Rodeo DriveMuseum RowHollywood Sign in der Ferne 🔎
Walk of Fame – einmal gesehen, reicht aber
Ausgestiegen sind wir erst beim TCL Chinese Theatre, direkt am Walk of Fame.
Und wir müssen ehrlich sein:
Der Walk of Fame ist… nicht schön.
Vieles wirkt heruntergekommen, die Umgebung hat wenig Charme und viele Namen auf den Sternen sagen einem überhaupt nichts – Radiomoderatoren, Regisseure, Produktionsleute.
Zurück ging die Fahrt wieder über den Sunset Strip nach West Hollywood und Beverly Hills.
⏰ Das Problem: Die Zeit rennt. Immer.
Weil der letzte Bus schon um 16 Uhr fährt, blieb uns absolut keine Zeit mehr, um:
– den Rodeo Drive langzulaufen
– irgendwo in Ruhe auszusteigen
– mal spontan irgendwas mitzunehmen
Die Tour war nett, entspannt und bequem – aber wirkliche Highlights haben wir damit nicht entdeckt.
Unser Fazit:
– Für das, was man bekommt, ist es zu teuer
– Man sieht alles eher aus der Ferne
– Zum Hollywood Sign kommt man nicht annähernd fototauglich nah ran
– Die Innenstadt ist weniger spektakulär, als wir erwartet hätten
– Wenn man wirklich etwas sehen will ➡️ besser Metro, Uber oder Fahrrad (sofern man sich nicht mit dem Auto durch den brutalen L.A.-Verkehr kämpfen möchte)
Wo es uns gefallen hat
Venice Beach
Santa Monica
Der Pier
Die Skater, Bodybuilder, Rollerblader, Surfer, Volleyballer
Diese entspannte Atmosphäre, das Meer, das Leben – das war unser L.A.-Highlight. 🌟
Unser Tipp wenn ih wenig Zeit habt:
Konzentriert euch auf die Küste.
Mehr Eindrücke gibt’s wie immer im passenden YouTube-Video. 🎬
Und falls ihr dankbar seid für all die kostenlosen Tipps und Infos:
Wir freuen uns jederzeit riesig über eine kleine Unterstützung über PayPal oder unsere Kaffee-Kasse – besonders jetzt, wo Weihnachten vor der Tür steht. 🎄🎁💫
Und weil dieser Beitrag am 20. Dezember online geht, möchten wir euch an dieser Stelle von Herzen wundervolle Weihnachten wünschen – mit ganz viel Zeit für Familie und Freunde, leckerem Essen, vielen Plätzchen, ruhigen Momenten, Kerzenschein und echter Entspannung. Danke, dass ihr unser Panamericana-Abenteuer hier begleitet – ihr seid ein riesiger Teil davon. ♥️
Warum wir dringend Ruhe brauchten & wie zwei House Sits unseren Akku wieder ein klein wenig aufgeladen haben
Nach über drei Jahren „on the road“ und mehr als 75.000 gefahrenen Kilometern mussten wir uns endlich eingestehen, was sich seit Monaten angekündigt hatte:
Wir waren müde. Richtig müde. Nicht körperlich – sondern geistig.
Vanlife ist Freiheit, Abenteuer und unglaublich viel Glück… aber genau diese Freiheit hat auch ihren Preis. Unsere Art zu reisen lässt kaum Pausen zu:
Es gibt kein Wochenende, selten ein „wir bleiben hier jetzt mal drei Tage stehen“. Oft bestimmen Wetter, Stellplatzsituation oder Zeitdruck unser Tempo. Dazu die ständige Angst, etwas zu verpassen – die berühmte FOMO (fear of missing out). Und ein Budget, das längere Campingplatz-Aufenthalte schlicht nicht hergibt.
Wir merkten immer stärker, wie sehr uns Routinen fehlen: feste Sporteinheiten, Yoga, einfach mal Alltag. Stattdessen sind wir ständig am Erkunden, Fotografieren, Filmen, Recherchieren, Fahren oder Arbeiten. Und je länger wir unterwegs waren, desto erschöpfter wurden wir geistig. 😮💨
Abends war ich oft völlig k.o., obwohl ich weder viel gelaufen noch körperlich gearbeitet hatte – der Kopf war einfach übervoll. Reizüberflutet.
Es war klar: Wir brauchen eine Pause. Eine echte.
House Sit Nr. 1 – ein Zuhause auf Zeit bei Lars und Hundedame Scruffles
Also bewarben wir uns wieder über Trusted House Sitters. Und tatsächlich: Wir bekamen den Zuschlag bei Lars, einem Deutschen, der vor rund 20 Jahren in die USA ausgewandert ist.
Vom 20. bis 24. November durften wir nicht nur auf sein wunderschönes Haus in den Hügeln rund um Los Angeles aufpassen, sondern auch auf seine supersüße, dreijährige Mischlingshündin Scruffles.
Bevor wir Lars trafen, machten wir noch einen kleinen Spaziergang am Zuma Beach in Malibu – und sahen vom Ufer aus richtig lange Delfine, die in den Wellen spielten. Ein Glücksmoment, den wir gebraucht haben. 🌟
Nach einem kurzen Kennenlernen verabschiedete sich Lars – und quasi genau in diesem Moment verabschiedete sich auch Simons Xiaomi-Handy, auf dem wir all unsere YouTube-Videos filmen. Es war alt, der Akku schon zweimal getauscht… eine Reparatur hätte keinen Sinn gemacht.
Also verbrachten wir den kompletten ersten Tag damit, in Los Angeles ein neues Gerät aufzutreiben. Das gesuchte Modell gab es im ersten Laden nicht, also quälten wir uns durch den chaotischen Stadtverkehr in einen anderen. Zack – ein ganzer Tag weg. 📆
Die folgenden drei Tage verflogen genauso schnell, aber endlich mal in guter Art:
Wir konnten den Van direkt vorm Haus parken und hatten so die seltene Chance Bettdecken, Kissen, Vorhänge – einfach alles – in Lars’ Waschmaschine und Trockner durchzuwaschen.
Als der Regen des ersten Tages endlich abklang, konnten wir im Garten sitzen, etwas Sonne tanken, Scruffles spazieren führen und einfach mal Luft holen.
Scruffles war total lieb und hörte gut – haarte aber wie verrückt, weshalb man eigentlich jeden Tag hätte saugen können. Wir machten es nur einmal vor Abreise. 😅
Und abends auf der Couch sitzen, Netflix schauen oder sogar den Backofen benutzen (ich konnte endlich Rusks backen) – das war für uns purer Luxus.
Aber vier Tage sind vier Tage. Für eine echte Pause viel zu wenig. Also entschieden wir spontan:
Wir hängen noch ein zweites House Sit hinten dran.
House Sit Nr. 2 – Venice Beach, Marina del Rey & ein Apartment wie ein Kreuzfahrtschiff
Thanksgiving stand vor der Tür – der wichtigste Feiertag in den USA. Perfekt für House Sits!
Wir verabschiedeten uns von Lars und Scruffles und fuhren über den Highway 101 Richtung Küste nach Venice Beach, wo wir morgens noch kurz Carolina trafen, die Besitzerin von Romeo und Sue, unseren nächsten beiden tierischen Mitbewohnern.
Carolina lebt in einem neuen Apartmentkomplex in Marina del Rey – und ganz ehrlich: Das Gebäude fühlte sich eher an wie ein Hotel. Oder, wie sie es treffend nannte, ein Kreuzfahrtschiff.
Zu den Annehmlichkeiten gehörten u. a.:
– zwei Jacuzzis auf dem Rooftop mit Liegen und Grillbereich
– ein großer Pool mit weiteren BBQ-Spots
– ein Game Room mit Kicker, Billard und Brettspielen
– ein riesiges, perfekt ausgestattetes Fitnessstudio
– ein Kinosaal, den man für zwei Stunden reservieren konnte
– ruhige Innenhöfe, Social Spaces & ein Dog Run
– und wir durften sogar Carolinas Fahrrad nutzen
Plus: Unser Van konnte direkt vor der Tür stehen – allein das ist in L.A. Gold wert. 🤩
Die Hunde könnten nicht unterschiedlicher sein:
Sue, knapp 3 Jahre alt, super verspielt und eher ein kleiner Wirbelwind, der an der Leine zog.
Romeo, ein älterer Herr, langsam, gemütlich – und er konnte seinen Urin leider nicht mehr so gut halten. Mehrmals passierte es in der Wohnung, bis wir ihm Windeln anzogen, was die Situation (zumindest für uns) entspannte.
Carolina wohnt in einer WG mit fünf Personen, alle mit eigenem Zimmer und Badezimmer, gemeinsamer Küche und Wohnzimmer. Über Thanksgiving war aber nur ein Bewohner da, sodass wir praktisch die Wohnung für uns hatten.
Tagsüber cruisten wir mit E-Scooter und Fahrrad den Oceanfront Walk entlang – vorbei an Muscle Beach, den Skateparks, Straßenkünstlern und all den typischen Venice-Vibes bis hin zum Santa Monica Pier, dem legendären Ende der Route 66.
Abends stiegen wir fast jeden Tag in den Jacuzzi auf dem Dach – Sonnenuntergang inklusive.
Sonnenuntergang am Venice Beach
Und weil wir in der Stadt waren, konnten wir auch endlich mal wieder Too Good To Go nutzen und ein paar Bäckereikisten retten.
All das für 5 statt 15 $
Und so sehr wir auch wussten, dass House Sits kein Urlaub sind… diese Zeit hat uns gerettet.
Es war kein Nichtstun – dafür hatten wir zu viele To-Dos – aber es war genug, um zu atmen. Genug, um wieder klar denken zu können. Genug, um uns daran zu erinnern, wie schön Vanlife sein kann, wenn man zwischendurch auch mal stoppt. ♥️
Nächste Woche nehmen wir euch mit nach Hollywood & Beverly Hills
Schaut auch kommende Woche unbedingt wieder hier vorbei – dann nehmen wir euch mit nach Beverly Hills und Hollywood. Irgendwie konnten wir uns das am Ende nämlich doch nicht entgehen lassen. 🫢
Ob es sich gelohnt hat oder wir uns den Ausflug genauso gut hätten sparen und lieber die Füße hochlegen sollen, erfahrt ihr nächsten Sonntag hier im Blog. Bis dahin schaut gerne für mehr Fotos auf Instagram 📸 vorbei oder werft einen Blick auf unseren YouTube-Kanal 🎥 – vielleicht ist das passende Video ja schon online.
Wir fuhren von Norden kommend über den 13 km langen Newton B. Drury Scenic Parkway in den Prairie Creek Redwoods State Park — eine der schönsten Straßen, die wir bisher gefahren sind. Links und rechts öffneten sich grüne Wiesen, auf denen Roosevelt-Hirsche genüsslich grasten, während wir mitten durch uralte Wälder voller gigantischer Redwood-Riesen rollten.
Hier sollte man unbedingt den Big Tree anschauen und dem kurzen Pfad zu den Even Bigger Trees folgen. Es lohnt sich definitiv — auch wenn man glaubt, schon jeden Baum gesehen zu haben. Diese Dimensionen machen einfach sprachlos.
Redwood National Park – Heimat der größten Bäume der Welt
Unser nächster Halt: Der Redwood National Park. Dieses Schutzgebiet bewahrt einen der letzten großen Küstenmammutbaum-Wälder (Sequoia sempervirens) in Kalifornien.
Die Bald Hills Road führt hinauf zum Lady Bird Johnson Grove Trail (ca. 60 Minuten). Der Name erinnert an die US-Präsidentengattin Lady Bird Johnson, die sich stark für den Naturschutz einsetzte und 1968 die Gründung dieses Nationalparks unterstützte. Der Rundweg ist einfach, friedlich und führt durch eine beeindruckende Redwood-Kathedrale.
Nadeln der Sequoia sempervirens
Weiter südöstlich im Park steht der Tall Trees Grove – hier wachsen einige der höchsten Mammutbäume überhaupt. Diese schlanken Riesen können über 100 Meter hoch und bis zu 2000 Jahre alt werden. Sie gehören zu den größten Lebewesen unseres Planeten.
Selbst der Klee ist riesig hier
Am südlichen Parkeingang in Orick informiert normalerweise das Kuchel Visitor Center über Landschaft, Wanderwege und Geologie. Aufgrund des Government Shutdowns war es bei unserem Besuch jedoch leider geschlossen.
Humboldt Redwoods State Park – Die Avenue of the Giants
Wer danach immer noch nicht genug von Redwoods hat, fährt weiter südlich in den kostenfreien Humboldt Redwoods State Park. In dem 210 km² großen Schutzgebiet wachsen unzählige Küstenmammutbäume, viele davon wahre Superstars. 🌳
Besonders eindrucksvoll ist die legendäre Avenue of the Giants: eine 53 km lange Panoramastraße, die parallel zur US 101 durch den Park führt. Sie beginnt wenige Kilometer hinter Garberville und führt durch einige der dichtesten Redwood-Wälder der Welt.
Es heißt, dass allein im Humboldt Park über 100 Bäume die 110-Meter-Marke knacken. Kaum zu glauben, wenn man danebensteht.
Richtungswechsel: Ab ins Landesinnere
Nach mehr als 1.000 Kilometern entlang der Küste beschlossen wir jedoch, Bäumen und Meer den Rücken zu kehren und ein neues Landschaftsbild zu suchen. Unser Ziel: der Lassen Volcanic National Park, östlich von Redding.
Hier sollte es mal wieder nach Schwefel riechen und aus der dünnen Erdkruste dampfen.
Lassen Volcanic National Park – Ein unruhiges Stück Erde
Kaum nähert man sich dem Park, liegt Schwefelgeruch in der Luft. Hier und da steigen Dampfsäulen zischend aus dem Boden auf. Der letzte große Ausbruch des Lassen Peak (3187 m) ereignete sich zwar 1915 — aber aktiv ist das vulkanische Gebiet bis heute.
Die kurvenreiche Lassen Park Road führt durch den Westteil des Parks und eröffnet grandiose Ausblicke auf Gipfel, Gletscherseen und geothermale Gebiete wie Bumpass Hell. Vom höchsten Punkt der Straße führt ein etwa 4 km langer Trail auf den Lassen Peak selbst.
Doch zu dieser Wanderung kamen wir leider nicht.
Der Frustmoment
Um zum Lassen Volcanic Nationalpark zu gelangen, fuhren wir knapp 300 kurvige Kilometer von Eureka nach Redding — nur um dann vor Ort über ein Straßenschild zu erfahren, dass der durch den Nationalpark führende Highway 89 bereits geschlossen war. 🚧
Das Bittere daran:
– weder die Nationalpark-App,
– noch die Website,
– noch der Wetterbericht meldeten zuvor Eis oder Schnee.
Normalerweise wird die Straße zwischen Dezember und März geschlossen. Doch diesmal war es offenbar früher. Und weil durch den Government Shutdown auch die Visitor Center am Nord- und Südeingang geschlossen waren, gab es keinerlei Informationen oder Updates.
Da sich die meisten vulkanischen Aktivitäten ohnehin im nun unzugänglichen Teil befanden, drehten wir direkt um und folgten der Interstate 5 weiter Richtung Süden.
Vier Fahrtage später: Wieder an der Küste
Während dieser vier Fahrtage bewarben wir uns u.a. auf einige House Sits in Los Angeles — und landeten schließlich wieder am Pazifik, diesmal über den Highway 101.
Leider regnete es, als wir durch San Luis Obispo und Santa Maria fuhren. Als der Regen endlich eine kurze Pause einlegte, nutzten wir den Moment, um uns in Santa Barbara ein klein wenig die Beine zu vertreten.
Santa Barbara – Kalifornische Eleganz mit spanischen Wurzeln
Santa Barbara entstand im späten 18. Jahrhundert als spanischer Militärposten (Presidio). Deshalb findet man hier überall die Spuren der Kolonialzeit: weiße Mauern, maurische Verzierungen und Terrakotta-Ziegel – ein eigener, wunderschöner Stil.
Warum tragen so viele Orte im Süden Kaliforniens spanische Namen? 🏰
Von 1769bis1821 gehörte Kalifornien zu Neu-Spanien und wurde später Teil von Mexiko. In dieser Zeit gründeten spanische Missionare und Soldaten viele Orte entlang der Küste — von San Diego bis Sonoma.
Daher kommen Ortsnamen wie Los Angeles, Santa Barbara, Ventura, San Francisco oder Santa Cruz. Als die USA das Gebiet 1848 im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg übernahmen, blieben die spanischen Namen erhalten — und prägen den gesamten Südwesten bis heute.
Mission Santa Barbara – Die „Queen of the Missions“
Wir stoppten zuerst an der berühmten Mission Santa Barbara, die auf einem kleinen Hügel rund 2 km vom Stadtzentrum entfernt steht.
– Gegründet 1786 von Franziskanern
– Die heute sichtbare Kirche wurde 1820 vollendet
– Gilt als eine der schönsten und am besten erhaltenen Missionen
– Sie wird bis heute von Franziskanern betrieben
– Wegen ihrer Architektur nennt man sie oft die „Queen of the Missions“
Da die Self-Guided Tour 17 USD pro Person gekostet hätte, bestaunten wir das ehrwürdige Gelände jedoch nur von außen – was aber schon beeindruckend genug war.
Das Santa Barbara Courthouse – Schönheit bis ins kleinste Detail
Später schlenderten wir durch die palmengesäumte Fußgängerzone und kamen am Courthouse Clock Tower vorbei. Das Gerichtsgebäude wurde 1929 im spanisch-maurischen Revival-Stil erbaut und ist an Detailreichtum kaum zu überbieten:
– handbemalte Decken
– schmiedeeiserne Kronleuchter
– Fliesen aus Tunesien und Spanien
– ein stiller Wandgemälderaum mit Szenen aus der spanischen Kolonialgeschichte
Von seinem 26 m hohen Glockenturm El Mirador genießt man normalerweise eine traumhafte Aussicht über Stadt, Meer und Berge.
Wir entschieden uns allerdings gegen den Besuch, da zahlreiche Hochzeitsgesellschaften das Gebäude für Fotos nutzten — und wir uns in unseren Regenklamotten nicht ganz „wedding appropriate“ fühlten. 😅
Wie es weitergeht
Ob wir einen House Sit in Los Angeles bekommen haben – und warum wir tatsächlich dringend eine Pause vom Vanlife brauchen – erfahrt ihr im nächsten Blogbeitrag. Schaut bis dahin gerne mal auf unserem Instagram oder YouTube Kanal vorbei.